Laserlöten

Beim Löten werden die Fügepartner durch einen Zusatzwerkstoff, das Lot, verbunden. Die Schmelztemperatur des Lotwerkstoffes ist geringer als die der Bauteilwerkstoffe. Deshalb schmilzt bei der Bearbeitung nur das Lot. Die Fugepartner werden lediglich erwärmt. Wenn das Lot flüssig ist, fließt es in den Fugespalt und verbindet sich mit der Oberfläche des Werkstucks (Diffusionsverbindung). Um eine Naht loten zu können, muss nur eine Seite davon zugänglich sein. Der dünne Spalt zwischen den Bauteilen wirkt wie eine Kapillare. Das flüssige Lot wird in den Spalt gezogen.

Die Festigkeit der Lötverbindung entspricht der des Lotwerkstoffes. Mit Hartlöten, zum Beispiel aus Kupfer und Zink, lassen sich ähnlich hohe Festigkeiten wie beim Schweißen erzielen. Die Oberfläche der Lotnaht ist glatt und sauber. Sie bildet geschwungene Übergänge zum Werkstück. Deshalb muss sie nicht nachbearbeitet werden. Diesen Vorteil nutzt man in der Automobilindustrie. Lötnähte finden sich an Heckklappen oder an Autodächern. Vor dem Lackieren muss das Karosserieteil nur noch gereinigt werden.
Weitere Anwendungen finden sich in der Mischbauweise. Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen lassen sich oft schlecht oder gar nicht mehr schweißen, weil die Schmelzpunkte sehr unterschiedlich sind. Ein solches Beispiel ist die Verbindung von Aluminium mit Stahl. Löten ist die passende Alternative für diese und ähnliche Fügeaufgaben.
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© 2007 TRUMPF, 02.11.2007