Schönschrift weltweit (Fortsetzung)

Wer traut sich an die Lösung?

Der Laser bei der Arbeit: Ohne regelmäßige Abstimmung erzeugen selbst bau-gleiche Laser mit identischen Parametern leicht abweichende Ergebnisse. Diese sogenannte "Herstellerstreuung" ist die zweite Herausforderung.
Der Laser bei der Arbeit: Ohne regelmäßige Abstimmung erzeugen selbst bau-gleiche Laser mit identischen Parametern leicht abweichende Ergebnisse. Diese sogenannte "Herstellerstreuung" ist die zweite Herausforderung.

Mit diesen Anforderungen ging Hailer auf die Suche nach Lasern, die bei jeder gewünschten Lichtintensität und für jedes beliebige Material genau das erwünschte Ergebnis liefern. Er fand keine. Dafür fand er mit TRUMPF einen Partner, dessen Markierlaser eine sehr geringe Streuung haben und der die Herausforderung annahm, eine Lösung für den Rest des Weges zu finden.

Der eine Teil der Lösung waren zwei technische Anpassungen. Zum einen steckt in der Software jedes Markierlasers für Endress+Hauser eine "Autokorrekturfunktion". Sie sorgt dafür, dass die gewählte elektrische Leistung tatsächlich die theoretisch erwartete Lichtintensität erzeugt. Zum anderen ist bei diesen Markierstationen der Fokuspunkt verstellbar - was sonst unüblich ist. Der Strahl lässt sich gezielt defokussieren und der tatsächliche Energieeintrag damit über einen zweiten Parameter feinsteuern.

Der zweite Teil der Lösung enthält einen Kompromiss. Tatsächlich macht jeder neue Markierlaser für Endress+Hauser zuerst Station in Nesselwang. Dort erhält er in wenigen Stunden seine "Urkalibrierung". Das Ergebnis ergänzt die Korrektursoftware und beschreibt das Verhalten der Pumpdioden sowie der eingesetzten Werkstoffe. Danach lässt sich der neue Markierlaser jederzeit online neu justieren.

Endlich: Überall das Gleiche!

Der Maßstab: Jede neue Markierstation für den Fertigungsverbund macht Station in Nesselwang und wird hier gegen einen Referenzlaser kalibriert. Danach lässt sie sich jederzeit online neu justieren.
Der Maßstab: Jede neue Markierstation für den Fertigungsverbund macht Station in Nesselwang und wird hier gegen einen Referenzlaser kalibriert. Danach lässt sie sich jederzeit online neu justieren.

Die Resultate überzeugen. Ob ein Laser in Nesselwang, Suzhou oder in Greenwood in Sekundenschnelle übers Bauteil blitzt - die Ergebnisse sehen völlig identisch aus. "TRUMPF hat uns bestätigt, dass wir im Moment wohl die Einzigen sind, die sich die Mühe mit der Laserkalibrierung machen", sagt Hailer. "Eigentlich erstaunlich", meint er dann. "Die Alternative ist ja, dass jedes Werk Spezialisten beschäftigt, die die Leistung der Laser von Hand anpassen. Unter dem Strich ist das ungenauer und teurer."

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